Trainer-Interview mit Marko Sokicic

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Publiziert: 10. August, 2018

MSG-Trainer Marko Sokicic spricht im Interview über das 17. Weininselturnier und seine neue Funktion als Spielertrainer.

 

 

1.) Marko, am vergangenen Wochenende fand das Weininselturnier statt. Die MSG wurde Vierter. Wie zufrieden bist du mit der Leistung und der Platzierung?

Marko: „Unsere Spiele fand ich gut, da wir erst eine Woche vor Turnierbeginn angefangen haben mit dem Ball zu trainieren. Von daher bin ich mit der Leistung und der Platzierung ganz zufrieden.“

 

2.) Die Zuschauer in der Halle konnten eine starke 6:0 Abwehr unserer MSG sehen. Vor allem mit David Lubar und Ben Göttmann im Mittelblock taten sich die Gegner schwer Lücken zu finden. Wie beurteilst du die Abwehrleistung?

Marko: „Wir haben das erste Mal die 6:0 Abwehr probiert, da wir letztes Jahr viel 3:2:1 gedeckt haben. Diese Saison wollen wir mehr auf die 6:0 Abwehr setzen. David ist erst knapp einen Monat bei uns und braucht noch etwas Zeit. Dennoch hat der Mittelblock schon gut funktioniert. Größtenteils bin ich aber sehr zufrieden mit der Abwehrleistung meiner Mannschaft während des Turniers.“

 

3.) Jetzt haben wir über die gute Abwehr gesprochen – kommen wir nun zum Angriff. Während des Weininselturniers ist aufgefallen, dass es vorne noch hakt. Wo siehst du im Angriffsspiel noch Verbesserungsmöglichkeiten?

Marko: „Wir hatten im Angriff mehr Probleme als in der Abwehr. Das Ziel ist, dass Aci (David Acic) noch ein bisschen mehr Druck im Angriff macht. Letztes Jahr hat er hauptsächlich auf Halbrechts und am Kreis gespielt. In der kommenden Saison ist seine Hauptaufgabe als Mittelmann das Spiel zu steuern. Des Weiteren müssen wir unser Timing verbessern, die Kreuzungen noch enger spielen und bei unseren Torabschlüssen mehr Cleverness zeigen. Die freien Chancen müssen einfach rein. Das sind die entscheidenden Kleinigkeiten an denen wir noch arbeiten müssen. Schaffen wir das, dann wird alles gut.“

 

4.) Du hast dich freitags im Spiel gegen den TV Kirchzell verletzt. Wie geht es dir?

Marko: „Mir geht es bereits viel besser. Ich habe diese Woche schon ganz normal trainiert. Leichte Schmerzen sind noch da, aber das ist kein Problem. Spätestens nächste Woche bin ich wieder komplett fit.“

 

5.) Marko, es ist deine erste Saison als Spielertrainer. Weshalb hast du dich entschieden, eine Doppelfunktion einzunehmen?

Marko: „Ich habe letzte Saison schon als Co-Trainer gearbeitet, da unser letztjähriger Trainer, Ralf Ludwig, unter der Woche aus beruflichen Gründen das Training nicht leiten konnte. Als ich vom Verein erfahren habe, dass die Möglichkeit besteht als Spielertrainer in der nächsten Saison weiterzuarbeiten, habe ich mit ein paar Spielern darüber gesprochen. Alle haben mir bestätigt, dass sie mit meiner Arbeit als Co-Trainer zufrieden sind und ich das Angebot annehmen soll.“

 

6.) Ist deiner Meinung nach die Rolle des Spielertrainers von Vorteil, da du direkt in das Spiel eingreifen kannst oder von Nachteil, da ein Trainer vom Spielfeldrand einen besseren Überblick hat?

Marko: „Das ist eine ganz schwierige Frage. Ich denke, manchmal ist es ein Vorteil und manchmal ist es ein Nachteil. Im Training ist es definitiv hilfreich, da ich selbst mittrainiere. So merke ich, was wir noch genau verbessern müssen und ob wir zum Beispiel noch mehr Intensität benötigen. Was die Rundenspiele angeht: Würde ich angenommen jede Partie 55 Minuten spielen müssen, wäre es ein Nachteil. Wichtig wird es sein, eine optimale Abstimmung zwischen Spielzeit auf dem Feld und „Trainerzeit“ an der Seitenlinie zu finden.“

 

Vielen Dank für das Interview Marko.