Schaafheim muss sich auch Habitzheim/Groß-Umstadt geschlagen geben

Von
Publiziert: 3. Dezember, 2014

Bezirksoberliga Odenwald/ Spessart, Frauen: TV Schaafheim – FSG Habitzheim/Groß-Umstadt 24:34 (10:17). – Wie ein Häufchen Elend saß Heimtrainer Peter Knecht noch Minuten nach der Partie zwischen dem TV Schaafheim und der FSG Habitzheim/Groß-Umstadt auf der Bank und starrte ins Leere.

Der erhoffte Befreiungsschlag seiner Mannschaft, die nach neun Spielen in der höchsten Klasse des Bezirks noch keine Pluspunkte vorzuweisen hat, war ausgeblieben. Schlimmer noch, bei der 24:34-Niederlage sicherte sich der als Tabellennachbar des Schlusslichts angereiste Kontrahent beide Punkte und bekam dadurch einigen Auftrieb in einem sich allmählich abzeichnenden Kampf um den Ligaerhalt.

Die Zuschauer in der Halle hatten ihren Schuldigen am bislang letzten Mosaikstein der Schaafheimer Misere rasch ausgemacht. Schiedsrichter Wieland Jenett stand bei ihnen mächtig in der Kritik. Auch wenn beileibe nicht alle von der Tribüne geäußerten Vorwürfe auszuräumen sind, so muss sich der TVS darüber hinaus doch auch an die eigene Nase fassen und trägt seinen eigenen Anteil an der Heimniederlage.

Lediglich in den ersten Minu᠆ten schien es, als könne Schaafheim nach einer mittlerweile acht Monate andauernden Dürreperiode endlich wieder auf Punkte hoffen. Dank der Wurfkraft der anfänglich nicht zu bändigenden Carolin Fischmann zog der Hausherr 3:1 davon.
Der Gast blieb in der Anfangsphase vor allem durch Strafwurftore auf Schlagdistanz und konnte nach neun Minuten durch die energisch durch die gegnerische Abwehr marschierende Alin Müller-Köttig erstmals in Führung gehen.
Ihre Vorreiterrolle baute die FSG nicht nur binnen drei Minuten bis auf 6:3 aus, sondern sollte zudem die Führungsposition zu keinem Zeitpunkt des Spiels mehr einbüßen. Schaafheim unterliefen bei allem Kampfgeist einfach viel zu viele Fehler um den Anschluss wahren zu können.

Der TVS agierte wiederholt einen Schritt zu langsam und hatte einfache Ballverluste sowie schlechtes Stellungsspiel in der Deckung zu beklagen. Dies führte dazu, dass der Gast bis zur Halbzeit auf eine Differenz von sieben Toren enteilt war. An der grundsätzlichen Verteilung der Kräfteverhältnisse sollte sich nach dem Seitenwechsel nichts ändern.

Die FSG wusste längst nicht in allen Situationen zu gefallen, baute ihren Vorsprung aber dennoch nach 43 Minuten erstmals auf eine zweistellige Differenz aus. Kurzzeitig vermochte Schaafheim den Zehn- Tore-Rückstand zu halbieren, unterlag letztlich 24:34. <span class=“honorar“>Andreas Müller</span>